Mehrere Online-Portale sollen Bürgern bei ihrer Wahlentscheidung helfen

Den Anfang machte am Donnerstag das Portal „abgeordnetenwatch.de“ mit einer eigenen Rubrik zur niedersächsischen Landtagswahl. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Hamburg und Berlin bietet ab sofort eine Orientierungshilfe für alle Wahlberechtigten in Niedersachsen an.

Zu diesem Zweck wurden in den zurückliegenden Monaten alle rund 610 Direktkandidaten recherchiert und personalisierte Profile auf der Webseite eingerichtet, die nun von den Bewerbern selbst gepflegt werden können. Die Niedersachsen können durch Eingabe ihrer Postleitzahl oder durch Suche des entsprechenden Wahlkreises alle Direktkandidaten ausfindig machen und erste Informationen über sie einsehen.

Das entscheidende Instrument ist aber die Frage-Option. Interessierte Bürger können direkt eine Frage an jeden einzelnen Bewerber formulieren. Nach einer kurzen Kontrolle durch ein Moderations-Team von „abgeordnetenwatch.de“, das etwa Beleidigungen herausfiltern soll, erhält der Kandidat Gelegenheit zu antworten. Das Prinzip der Seite ist die höchstmögliche Transparenz. Alle Antworten werden veröffentlicht und dauerhaft gespeichert. So ist es nicht möglich, dass Politiker später unliebsame Antworten wieder verbergen, wenn sich beispielsweise die öffentliche Stimmungslage geändert haben sollte. Bei Politikern, die bereits in einem Parlament sitzen, kann außerdem das individuelle Abstimmungsverhalten eingesehen werden.

In der kommenden Woche wird auch wieder der „Wahl-o-mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung vorgestellt und freigeschaltet. Dabei werden die Wähler wie gewohnt die Möglichkeit erhalten, sich anhand von zuvor ausgewählten Thesen einen Überblick über die politischen Programme der einzelnen Parteien zu verschaffen. Nachdem man selbst die Thesen für sich beantwortet hat, zeigt einem das Online-Tool, mit welchen Parteien man die größten inhaltlichen Übereinstimmungen hat.

Ein ähnliches Wahlkreis-bezogenes Instrument bietet auch die Seite „voto.de“ an. Deren Seite zur Landtagswahl wird exakt einen Monat vor der Landtagswahl, nämlich am 9. September freigeschaltet werden. Sowohl „abgeordnetenwatch.de“ als auch „voto.de“ sind darauf angewiesen, dass die Kandidaten oder zumindest die Landesparteien sich beteiligen und das Angebot nutzen, um für sich bei den Wählern zu werben.

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Quelle: https://www.rundblick-niedersachsen.de/

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