Abschlussveranstaltung mit Integrationspreis und Anti-Rassismus Festival am 27.03.2026 in der Kulturetage
Die Stadt Oldenburg beteiligt sich im Jahr 2026 erstmals an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Unter dem Titel „Oldenburger Wochen gegen Rassismus“ findet vom 18. bis 27. März 2026 ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet statt. Ziel der Aktionswochen ist es, über unterschiedliche Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung aufzuklären, Erfahrungen sichtbar zu machen und den Austausch über Handlungsmöglichkeiten in der Bekämpfung von Rassismus zu fördern.
Die ersten Oldenburger Wochen gegen Rassismus werden gemeinsam vom Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, und dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg organisiert. Zahlreiche Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner beteiligen sich mit Lesungen, Filmabenden, Gesprächsformaten, Workshops, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.
Das Organisationsteam mit Paula von Sydow, Mona Jeran und Aliz Müller erklärt: „Für uns als Organisationsteam war es wichtig, uns an den Wochen gegen Rassismus zu beteiligen, um gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus zu setzen. Unser Ziel ist es, über die Themen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in ihren verschiedenen Facetten aufzuklären und uns mit den Beteiligten über Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten in der Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung auszutauschen. Wir freuen uns sehr, dass das vielfältige Programm von so vielen engagierten Kooperationspartner*innen getragen wird.“
Die Eröffnungsveranstaltung findet am 18. März 2026 um 18 Uhr im Kulturzentrum PFL statt. Nach der Begrüßung durch Holger Denckmann, Stadtrat und Dezernent für Schule, Sport, Kultur und Gebäudewirtschaft, spricht Josephine Apraku, Autorin, Podcasterin und Referentin für intersektionale rassismuskritische Bildungsarbeit, über die Bekämpfung von Rassismus als Gemeinschaftsaufgabe. Musikalisch begleitet wird der Abend von den Global Music Player Allstars. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Den Abschluss der Aktionswochen bildet am Freitag, 27.03.2026, ab 17 Uhr eine große Veranstaltung in der gesamten Kulturetage Oldenburg. Zum Auftakt wird der 16. Oldenburger Integrationspreis verliehen. Begrüßt werden die Gäste von Jan Bembennek, Stadtrat und Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit. Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, führt durch das Programm und verkündet die drei Preisträgerinnen und Preisträger des Integrationspreises 2025. Bereits ab 17 Uhr präsentieren sich im Foyer der Kulturetage Oldenburger Einrichtungen und Initiativen mit Informationsständen rund um ein diverses und multikulturelles Miteinander.
Ab 18 Uhr beginnt das Anti-Rassismus-Festival mit einem breit gefächerten Kulturprogramm in verschiedenen Räumen der Kulturetage. Im Theater k treten die Poetry-Slammer:innen Sadaf Zahedi, Blerim Berisha und Elias Naeb auf. Blerim Berisha leitet zudem vom 18. bis 20. März einen Poetry-Slam-Workshop an der IGS Flötenteich. Einige Teilnehmende werden ihre dort entstandenen Texte ebenfalls präsentieren.
Im Muvi zeigt das Kino der Kulturetage ab 19 Uhr ein Kurzfilmprogramm mit internationalen Filmen für mehr Vielfalt und Diversität, darunter „B-Girls“, „Black Barbie“, „Black Youth“, „Hiyab - Das Kopftuch“ und „Unter Menschen“.
In der Halle beginnt im Anschluss an die Integrationspreisverleihung zunächst ein Musik Newcomer-Slot. Ab 19.30 Uhr folgen die Global-Beat-Konzerte mit Tribubu (19.30 bis 20.40 Uhr, Rumba, Afro und Folk), Revolution R (20.50 bis 22 Uhr, Reggae, Rap und Pop) und Brennholzverleih (22.10 bis 23.20 Uhr, Ska, Punk und Rock).
Richard Kouadio von Global Music Player e.V. und der Band Revolution R beschreibt die Bedeutung des Festivals aus persönlicher Perspektive:
„Als ich als Geflüchteter nach Oldenburg gekommen war, haben mir Menschen aus dem Team des Alhambra geholfen. Später habe ich mich selbst diesem Team angeschlossen, wir haben Antirassismus-Festivals organisiert, dabei Spenden gesammelt und das Geld an Geflüchtete weitergegeben. Heute spiele ich in einer Band mit afrikanischen und deutschen Musiker:innen, die sich gut verstehen, aber im Alltag draußen erlebe ich täglich Rassismus. Wir können mit Musik und Kunst dazu beitragen, dass sich das ändert.“
Auch Christian Jakober von Global Music Player e.V. betont die Verbindung aus kulturellem Austausch und gesellschaftlicher Haltung:
„Das Antirassismus Festival ist für mich die beste Möglichkeit, zwei mir sehr wichtige Dinge zu vereinen: Auf der einen Seite ein politisches Zeichen zu setzen gegen eine Verrohung und Spaltung unserer Gesellschaft, die sich (wie so oft schon geschehen) gegen die ‚Schwächsten‘ richtet, und auf der anderen Seite die Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam den Reichtum von Vielfältigkeit zu feiern, wie sie in der Kultur und vor allem in der Musik Ausdruck findet.“
Ab 21 Uhr findet im Calesita ein Weltmusiknacht-Spezial mit internationalen und interkulturellen Rhythmen aus Europa, Asien und Nordamerika statt. Zu hören sind unter anderem Balkan-Beats, Bhangra, Dabke, Dangdut, K-Pop, Rai, Soul und Turkish Pop mit DJ Lüder von der Weltmusiknacht des Sierra Leone Vereins. Ab 23 Uhr schließt sich eine After-Show-Party mit modernen afrikanischen und afrokaribischen Sounds, darunter Afro Beat, Reggae und Dancehall, mit DJ 45 Maffia an.
Nikola Müller von der Kulturetage erklärt: „Dass die Wochen gegen Rassismus jetzt auch in Oldenburg stattfinden, ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass gesamtgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus weiterhin unbedingt notwendig ist. Wir freuen uns, dass die Abschluss-Veranstaltung in unserem Haus mit Konzerten, Poetry Slam, Kurzfilmen und World Beat Party ein vielfältiges Programm bietet. So leistet Kultur einen Beitrag für ein diverses und solidarisches Miteinander - in dem auch von Diskriminierung Betroffenen selbst eine Bühne gegeben wird.“
Mit den ersten Oldenburger Wochen gegen Rassismus setzt die Stadt Oldenburg gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Das ausführliche Programm ist auf den Internetseiten der Stadt Oldenburg und der Kulturetage (www.kulturetage.de) zu finden.
